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PG Schweinfurt St. Anton und Maria Hilf  > Seelsorge  > Sakramente


Krankensalbung

 

Wer schon einmal ernsthaft physisch oder psychisch erkrankt war, weiß, wie tröstlich die Hilfe und Fürsorge von fachkundigen und geduldigen Menschen wie Ärztinnen und Ärzten, Pflegepersonal und lieben Menschen ist. Vom historischen Jesus ist uns überliefert, dass er häufig auf Kranke zugegangen und ihnen heilend begegnet ist. Von vielen seiner Heilungen berichten uns die Evangelien. Jesus machte in den Heilungen deutlich, dass mit ihm das Reich Gottes unaufhaltsam angebrochen ist. Er zeigte damit: Gott sorgt sich um dich, - auch um dein leibliches Wohl!


Jedes der sieben kirchlichen Sakramente ist ein sichtbares Zeichen der heil vollen und heilenden Nähe Gottes in Jesus Christus. Im Sakrament der Krankensalbung wird das besonders deutlich. Der Jakobusbrief im Neuen Testament überliefert uns die schon in der frühen Kirche üblichen Praxis, mit einem Gebet und der Salbung mit Öl um die Hilfe Jesu Christi für ein krankes Mitglied der Christengemeinde zu bitten. Erst im Laufe der Zeit ist die Krankensalbung zur „Letzten Ölung“ und damit zu einem Sakrament für Sterbende geworden. Seit dem II. Vatikanischen Konzil hat man sich wieder an die ursprüngliche Bedeutung der Krankensalbung erinnert: „Ist jemand von euch krank, so rufe er die Ältesten (= Priester) der Gemeinde zu sich. Sie sollen über ihn Gebete sprechen und ihn im Namen des Herrn mit Öl salben.“


Die Krankensalbung ist eine Hilfe für kranke Menschen aber auch für ihre besorgten Angehörigen. Im Zeichen des Sakramentes wird das gemeinsame Vertrauen der Kirche auf die Hilfe Jesu Christi deutlich. Das Ritual der Salbung soll dem kranken Menschen helfen, die innere Kraft zur Heilung zu finden.


Für Sterbende ist die Krankensalbung ein tröstliches Zeichen dafür, dass sie auch auf ihrem letzten Weg nicht von Gott und den Menschen allein gelassen werden. Ihnen soll in diesem Zeichen Kraft zukommen, ihren ganz persönlichen Weg zu gehen. Sie dürfen wissen: Jesus Christus, der Auferstandene, ist der treue Begleiter auf dem Weg zum Leben.



Was können Sie tun, wenn Sie die Krankensalbung wünschen?

  • Wenn Sie selbst oder ein Angehöriger zu Hause schwer erkrankt sind, rufen Sie im Pfarrbüro an und bitten um die Krankensalbung.

  • Im Krankenhaus können Sie für die Spendung der Krankensalbung auch den Krankenhauspfarrer rufen lassen.

  • Pfarrer Redelberger oder ein anderer Priester wird sich mit Ihnen in Verbindung setzen und bei Ihnen vorbeikommen. Er bringt die notwendigen Utensilien mit.

  • Für den Kranken ist es tröstlich, wenn er bei der Salbung nicht allein ist, sondern einige Verwandte oder andere nahe stehende Personen anwesend sind und das Sakrament mit feiern.

  • Schön ist, wenn Sie für die Feier der Krankensalbung auf dem Tisch ein Kreuz und eine Kerze evtl. auch ein Blume bereitstellen.



Wir wünschen Ihnen und Ihrem Kranken gute Genesung und alles Gute!